Jiro Taniguchi - Szenografie
Ein Comic der etwas anderen Art habe ich gestern Abend und heute Vormittag in knapp drei Stunden verschlungen: Jiro Taniguchi "Die Sicht der Dinge" (2008 bei Carlsen erschienen). Hier geht es weniger um Superhelden, als mehr um alltägliches - eine Reise in die Erinnerungen der Kindheit. Rückblickend erinnert sich der Ich-Erzähler am Totenbett des Vaters an die Dinge und Entscheidungen, die seine Person und sein Leben prägen. 
Neben der kulturellen Sichtweise (des Japaners) finde ich einprägsam und toll: den Zeichenstil - es könnte sich bei den Szenen auch um eine japanische Geschichts- oder Reisedoku handeln, des weiteren: die zeitlichen Wechsel - das 'Gestern', das 'Heute' und im Besonderen die durchgängig perfekt sitzenden Charaktere. Hier entwickelt sich ein Junge über den Jugendlichen Teenager zum Studenten und schliesslich zum Mitt-dreißiger.
Vormerke: "Vertraute Fremde" von Jiro Taniguchi (2007 bei Carlsen erschienen) - oder als Film bei Xverleih: "Vertraute Fremde" mit Pascal Greggory und Alexandra Maria Lara
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